Schreiben für die Eitelkeit

Ich staune doch sehr über die vielen fleissigen Schreiberlinge, die immer wieder etwas zu schreiben haben. Auf http://ping.blogug.ch/ erkenne ich, dass in extrem kurzen Abständen immer wieder neue Posts veröffentlicht werden. Wen wunderts, dass das ganz schön motivierend wirkt, selbst etwas zu schreiben und zu veröffentlichen. Es wird zu einem richtigen Rennen gegen die Zeit, gegen die Ideenflut der anderen Blogger. Und dies alles nur für die Eitelkeit.  Doch was hat es eigentlich mit dieser Eitelkeit auf sich? Woher kommt dieses Wort?

Ich schlage es also nach in einem Wörterbuch (Hermann Paul), das die Bedeutungsgeschichte und den Aufbau unseres Wortschatzes im Fokus hat. Was ich da finde, ist wirklich interessant:
Das Wort “eitel” hat im Althochdeutschen die ursprüngliche Bedeutung “leer”. Diese Bedeutung ist am Ende des Mittelalters aber untergegangen. Daraus wurde dann “unvermischt mit anderem, rein, lauter, ganz und gar”. Eine weitere Entwicklung der Bedeutung ist dann jene zu “gehaltlos, nichtig, vergeblich”. Zuletzt hat sich dann die neuhochdeutsche Bedeutung entwickelt: das Adjektiv “eitel” bedeutet heute “von den eigenen Vorzügen überzeugt”. Wer eitel ist, ist also kokett, begierig nach Bewunderung, selbstgefällig, eingebildet.

Ja, ich gebe es zu. Ich bin begierig nach Bewunderung. Dies bedeutet, dass ich nicht aufhören werde zu schreiben, bis meine eigene Eitelkeit genügend befriedigt wurde.

Eine Reaktion zu “Schreiben für die Eitelkeit”

  1. online-hygiene.ch » Blog Archiv » Ja die liebe Eitelkeit

    [...] Gesiegt hat doch tatsächlich die Eitelkeit. Ich schaue auf eine erste Woche Bloggen zurück und was stelle ich fest? Von einem sogenannten A-Blogger sind wir noch sehr weit entfernt, von einem B-Blogger nicht mehr allzu sehr. [...]

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