Störenfried von den Kinderschuhen an?

Schon einige dutzend Mal ist er um sie herum geschwirrt. Er, das ist der Störenfried. Sie, das sind zwei 4-5-jährige Mädchen auf Rollschuhen. Er stellt sich ihnen mit seinem Fahrrad (“I ha gäng!) in den Weg, fordert sie zu absurden Wettrennen auf und tut einfach das, was Störenfriede zu tun pflegen.

Was da wohl dahinter steckt? Hat er eine zu grosse Menge des Macho-Gens bekommen, oder weshalb versucht er so verzweifelt, die Aufmerksamkeit von Mädchen zu erhalten, die nur halb so viele Lebensjahre auf dem Buckel haben wie er? Sucht er etwa damit sein Aufmerksamkeitsdefizit auszugleichen? Ist er froh, dass er einen einigermassen angenehmen Zeitvertreib gefunden hat? So vergeht auch dieser Tag und für wenige Augenblicke seines Alltags hat er das Gefühl, etwas zu sein. Denn natürlich ist er mit seinem Fahrrad schneller. Natürlich fühlen sich die Mädchen in die Enge gedrängt, wenn er sich ihnen in den Weg stellt. Natürlich hört die Mutter des einen Mädchens gezwungenermassen zu, wenn er etwas von seiner Gangschaltung erzählt. Und auch erschrickt man im ersten Moment, wenn er  angeblich absichtlich mit seinem Velöli hinfällt. Es scheint wohl zu stimmen, dass auch Ablehnung eine Art von Aufmerksamkeit ist, und dies reicht ihm auch schon fürs erste.

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