Gestern abend habe ich doch noch einen Blick auf das Blog des Tapferen Schleicherleins geworfen. Und ich war entsetzt! Er schreibt von Muselmännern, Christuskindern und auch ansonsten scheint er keine Hemmungen zu haben, Fluch-, Schimpf- und Kraftwörter zu verwenden. Spräche jemand so in Wirklichkeit, man würde ihn wohl als “Buur” bezeichnen, der nicht auf eine gepflegte Sprache achten will.Entsetzt war ich auch darüber, dass mit diesem Beitrag auch Dinge ins Lächerliche gezogen werden, die nicht ins Lächerliche gezogen werden dürften. Okay, die Sandy mit ihrer Homepage ist wahrlich eine Lachnummer – doch ihre Gegenstandsliebe scheint ja nicht nur dem WTC zu gelten. Doch frage ich mich, würde der Herr Schleicher auch in einem Printmedium so schreiben, in dem sein Artikel NICHT anonym und auch nicht mit einem Pseudonym erscheinen würde? Er wird meine Ansicht bestreiten, doch ich glaube nicht, dass er es tun würde.
Ist denn den Bloggern wirklich keine Grenze gesetzt? Darf über alles gebloggt werden, wozu man Lust hat? Selbst wenn die Ehre anderer verletzt wird? Selbst wenn sich nachdenkliche Menschen vor den Kopf gestossen fühlen? Darf zum Beispiel jemand wie der Denunziant (siehe Es gibt sie doch…) das liebevoll gestaltete Weblog einer Familie ins Lächerliche ziehen? Okay, es scheint keine Regeln zu geben, wie sich die Blogger zu verhalten haben – oder weiss da jemand mehr? Meiner Meinung nach sind Blogger dem Status des Journalisten gleichgestellt, doch scheinen sich nicht viele dessen bewusst zu sein.
Am 16. Januar 2007 um 14:08 Uhr
Die Sonntagszeitung sagt «Nein zur Narrenfreiheit». Item. Moralisten werden hier [in der Blogosphäre] nicht bejubelt, denn niemand wartete auf sie.