Wer gestern Kassensturz geschaut hat, weiss es schon, wer nicht, erfährt es an dieser Stelle: Schaut die Etiketten genau an, ehe ihr daran glabut, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Denn es kann gut sein, dass es sich gar nicht um reduzierte Ware, sondern um billige Ware teuer angeschrieben geht. Ist das nicht unglaublich? Da schaut man doch stets auf den ursprünglichen Preis, dann auf den “reduzierten” und schon fängt man im Kopf an zu rechnen. Der Herzschlag steigt, bei dem Gedanken soooooooo viel gespart zu haben – ganz nach dem Motto “Wer nichts kauft spart nichts”. Da soll der liebe Mann noch lange sagen, dass nur nichts kaufen günstiger ist. Und dann geht man an die Kasse, das Herz pocht noch immer wie wild. Man zahlt und freut sich wie ein kleines Kind. Dieses Gefühl – einfach unglaublich! Da hat man doch wirklich ein richtiges Schnäppchen gespart!
Doch dieser Beitrag im Kassensturz stellt alles auf den Kopf. Es hinterlässt ein miserables Gefühl. Wurde ich etwa reingelegt? Habe ich gar nicht 50 Prozent gespart, sondern 100 Prozent zu viel gezahlt?!
Es besteht aber noch Hoffnung – nicht nur weil zum Beispiel Globus seine Preispolitik überdenken will. Sondern auch, weil es einige Punkte gibt, die zu einer erfolgreichen Schnäppchenjagd führen. Für mich mit Grösse XS beispielsweise ist es immer ein gutes Zeichen, dass es sich um eine echte Reduktion handelt, wenn es nur noch Exemplare in L , XL oder XXL gibt. Und wenn ich dann doch noch das einzige Teil in XS in einer anderen Filiale auftreiben kann, dann weiss ich: Es ist Bestimmung einer höheren Macht – ich muss diese Jacke, diese Hose oder was auch immer einfach haben.
Es tut dem Portemonnaie übrigens gut, hin und wieder durch die Läden zu streifen
Denn nur so kann man alles genau ansehen und kurze Zeit später bei einem vermeintlichen Schnäppchen merken: Hey, das ist neu, das hab ich hier noch nie gesehen! Jaja, ihr lieben Männerlein dort draussen. Es lohnt sich, wenn die Frauen fleissig Shoppen gehn.