Angsteinflössend muss nicht gross sein

Kampfhunde machen den Menschen Angst. Dass da strenge Anforderungen an die Hundehalter gestellt werden müssen, versteht sich daher von selbst. Doch nicht nur Hundehalter von Pitbulls sollten ihre Tiere besser im Griff haben.Heute begleitete ich unser Töchterchen in den Kinzgi bevor ich in die Uni ging. Unterwegs sprang uns so eine Wurst auf vier Beinen entgegen – ein gräuliches keckes Hundi, das mehr Haare als Fleisch am Knochen hatte. Es sprang an meiner Kleinen hoch, sie blieb instinktiv stehen und ich hielt nach dem Halter Ausschau. Da stand sie, die junge naiv aussehende Frau aus dem Fernen Osten, in ihre Kapuze gehüllt. Sie machte keinerlei Anstalten, ihren Kläffer zurückzurufen. “Würden Sie ihn bitte zurückrufen?!”, fragte ich sie. “Chum!”, flehte sie die Wurst an. Klar, dass er nicht reagierte und weiterhin an meiner Tochter hochsprang. So langsam bekam sie es natürlich mit der Angst zu tun und als wir weiter liefen, umkreiste uns das haarige Ding weiterhin. Da erst gab sich die Halterin die Mühe, etwas zu unternehmen. Ja, und wie sie etwas unternahm! Sie sprang ihrem Hundi nach, flehte ihn an, nahm ihn schliesslich auf den Arm und liess etwas davon, ehe sie ihn wieder runterliess. Eine Leine hatte sie offensichtlich nicht dabei, sie stellte sich dem Kläffer einfach in den Weg, damit er uns nicht mehr in die Quere kommen konnte.

Was soll man davon halten??? Eine Frau, die sich dem Hund gegenüber demütig zeigt und sich wundert, dass er keine Befehle befolgt? Solche Leute stellen für mich die grössere Gefahr dar als aufmerksame Hundehalter von grösseren Hunden!

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