Ich habe es langsam satt: fast wöchentlich müssen ich oder meine Liebste uns ärgern. Offenbar kapieren es Metzger und Bäcker bei uns im Dorf einfach nicht! Wenn man Kundschaft haben möchte, dann reicht es nicht, einfach teurer als Migros und Coop zu sein, nein man muss dem Kunden natürlich etwas bieten für sein Geld.
Dieses “Erlebnis” hat sich bei unseren letzten Einkäufen in den lokalen Metzgereien und Bäckereien / Konditoreien leider immer in mehr oder weniger heftigen Nachbeben undefinierbarer Stärke auf meiner persönlichen Ärgerskala gezeigt.
Die Metzgerei ist offenbar froh um jeden Kunden den sie verliert, denn kulant und freundlich will kann man sich nicht geben. Die Begriffe Sauberkeit und Hygiene sind dem Wortschatz des Schnauzträgers vermutlich schon lange entflohen. Man stelle sich bloss vor, in der Migros-Metzgerei würde der Metzger mit seinen Händen in der Kasse das Retourgeld zusammenklauben und dann direkt das nächste Stück rohe Fleisch in die Hand nehmen? Mich schaudert der Gedanke, wenn ich mir vorstelle woher dieses Papier- und Hartgeld gekommen sein könnte, und was daran klebt resp. was nun am Fleisch klebt, was nicht zum Fleisch gehört…
Allein dieses Erlebnis hätte uns eigentlich vor einem erneuten Besuch abhalten sollen, aber für ein feines Silvester-Essen haben wir es dann eben doch nochmal gewagt und wie man hier sieht, auch bitter bereut!
Auch Schwarzwälder-Torte, Biberfladen oder Büürli-Broot vom Beck haben schon für lange WC-Sitzungen oder Diskussionen über die Frische oder Sorgfalt bei der Herstellung der genannten Produkte gesorgt. Die Qualitätsunterschiede resp. die Tagesform bei den Erzeugnissen des Dorfbäckers sind einfach zu extrem! Will ich als Kunde noch länger an dieser überteuerten Lebensmittel-Lotterie teilnehmen? Nein, soll der Bäcker doch bei Lotterie-Veranstaltungen Glücksfee spielen, die Trefferquote würde vermutlich höher liegen.
So ist unsere Favoritenliste der kleinen “Lädeli” wieder um einige Adressen kleiner geworden. Ist das bedauernswert?
Nein, denn wenn die Spreu vom Weizen getrennt wird überleben hoffentlich nur die Betriebe, welche ihr Fachwissen täglich in den Dienst Ihrer zufriedenen Kundschaft stellen und Begriffe wie “Qualität” und “Kundennähe” nicht einfach als leere Werbehülsen verschwenden.
Am 21. Januar 2007 um 18:46 Uhr
ihr müsst das Fleisch einfach nur besser braten bzw. kochen. Im übrigen, sind Verallgemeinerungen genauso daneben.
Am 21. Januar 2007 um 19:28 Uhr
Das Problem lag aber nicht daran, dass es nicht richtig gar war, sondern dass das Fleisch mit einer beschädigten Partyplatte chemisch reagiert hat. Die auf dem Bild ersichtlichen dunklen Punkte verschwanden auch nach dem Kochen nicht. Im Gegenteil, was zuerst schwarz aussah, wurde nach dem Kochen grünlich und schimmerte metallig…
Doch anstatt zuzugeben, dass er als Metzger seine Platte zuerst hätte kontrollieren müssen ehe er rohes Fleisch darauf legt, stritt er seinen Fehler ab (Die Platte sei nigelnagelneu gewesen, Schuld habe aber nur die Platte)…
Wie auch immer – wo genau ist denn hier eine Verallgemeinerung zu erkennen? Es ist leider die traurige Wahrheit, dass die Grossverteiler mit einem entsprechenden Image oder einer Angst um Imageverlust, strengere Qualitätsrichtlinien haben als kleinere Läden, die sich handkehrum darüber beklagen, dass immer mehr Kunden zu Migros oder Coop gehen.