Heute musste ich der Glucke mit den Globelinbildern ihre bestellten Bastelsachen bringen. Ihre Einladung, noch kurz reinzukommen, habe ich ausgeschlagen. Nicht nur, weil wir tatsächlich noch weg mussten, sondern weil ich keine Lust hatte, sie länger als nötig zu sehen. In “Partystimmung” liess ich mir nochmal durch den Kopf gehen, wie sie bei der Bastelparty auf mich gewirkt hat.
Ich nahm ihr ihren Mantel ab und sie sagte mir: “Ist schon okay, ich kann meinen Mantel an den Haken hängen. Ich brauche keinen Bügel”. Ähm, okay, da bin ich aber froh, denn so etwas haben wir auch nicht in der Garderobe. Im Ernst, wir haben unsere Kleiderhaken und hängen unsere Jacken und Mäntel so auf. Wer braucht denn schon Kleiderbügel für so was?
Sogar mein Liebster kann sich genau an sie erinnern. Dabei ist ihm einigermassen egal, wie die Housewives aussehen… Was sie so “einmalig” machte, war ihre zusammenfallende Hand. Er spricht hier von einem Händedruck, der ein Zeichen für Charakterlosigkeit ist. Wenn man beim Händedruck Angst haben muss, dass die gegenüberstehende Person gleich auseinander fällt, muss es unangenehm sein. Mir war dieser fehlende Händedruck auch aufgefallen. Dennoch macht mich das Ganze etwas nachdenklich.
Meinem Liebsten muss ich ja nie die Hand reichen. Wir haben andere Wege, uns hoi und tschüss zu sagen. Wie aber würde er wohl meinen Händedruck beschreiben? Ich bin niemand, der jemand anderem beinahe die Hand zerquetscht. Aber wie kann ich wissen, wie meine Hand auf andere wirkt, wenn ich weder mir noch meinem Liebsten je die Hand reichen muss? Bin ich in seinen Händen auch charakterlos???