Habt ihrs schon gemerkt, dass wir nun viel schneller durch die Weltgeschichte surfen? Wir schreiben nun viel schneller, unsere Ideen sprudeln schneller und wer von uns liest, liest auch schneller. Oder doch nicht? Naja, für meine Bedürfnisse werde ich wohl nicht merken, ob unser Flughafen mit dem Namen AirPort Extreme wirklich Extremes leistet was die Geschwindigkeit angeht. Das Zeitgefühl habe ich allerdings auch bei der Installation verloren. “In 5 Minuten oder noch weniger konfiguriert”, heisst es auf der Apple Website. Mein Liebster und ich haben die Probe aufs Exempel gemacht, und er hat mich “Tubeli” das machen lassen.
Aber beginnen wir von vorne. Mein Liebster kam von Kopfschmerzen oder auch Ungeduld geplagt schon früher nach Hause und ich musste feststellen, dass ich den Versandkarton durchaus schon hätte öffnen dürfen. Da ich dies nicht wusste, wie weit ich mit “Auspacken” gehen darf, holte ich dies eben nach. Ich langte in den Versandkarton und fühlte etwas Glattes, ja wenn nicht sogar Geschmeidiges: Das hübsche Böxlein mit dem hübschen Kästlein drin. Klein ist das Ding, das muss man ihm lassen:

Ich befreie den Kleinen aus seiner Verpackung. Bemühe mich, mich nicht allzu wild auf ihn zu stürzen. Will ihn ja nicht gleich einschüchtern. Ich nehme die Einzelteile vorsichtig heraus, damit ich ihm ja nicht weh tu’. Und alles ist natürlich nochmals verpackt. So entferne ich auch die zahlreichen Plastikfolien.

Das weisse Kästchen fühlt sich gut an. Ganz glatt, wie mein iBook G4 auch. Sein ärgster Feind werden wohl Fingerabdrücke sein, aber zum Glück braucht man den Flughafen ja nicht so oft anzufassen. Klein und handlich ist er aber, was auch der Grössenvergleich mit meinem sonst auch kleinen iBook zeigt:

Ich befördere alles ins Büro, wo die Konfiguration stattfinden soll. Mein Liebster macht es sich bequem und schaut mir zumindest mit den Händen passiv zu. Umso aktiver ist dafür sein Mundwerk…. Typisch Mann eben, wenn er merkt, dass Frau etwas mit Technik anfangen kann.
Ich überlege, welches von diesen vier Kästchen (Modem, Firewall, Ethernet-Dingsbums, Wireless-Dingsbums) ersetzt werden muss. Ich will schon dem Ethernet-Dings alle Kabel entnehmen, als mich mein Liebster darauf hinweist, dass ich mich an das andere Gerät machen soll. Das Wireless-Dings habe ich nicht wählen wollen, weil es so eine altmodische Antenne drauf hat, was der Flughafen eben nicht hat… Ein Eins-zu-Eins-Vergleich war also nicht so erfolgreich
Da bin ich schon ein wenig enttäuscht, dass ich nur ein Kabel umzustecken brauche.
Ich stecke also um, und schliesse das Zauberkästchen ans Stromnetz. Mein Liebster mault schon über das Kabelsalat, doch bin ich der Meinung, dass er sich nachher darum kümmern kann… Schliesslich geht es hier nicht um einen Schönheitspreis, sondern um den Beweis, wie einfach die Konfiguration ist. Das Kästchen blinkt mich an. In der Bedienungsanleitung steht, dass ich bloss das “AirPort Dienstprogramm” zu starten habe. Leider ist mein iBook wohl schon soooo alt, dass darauf nur ein Dienstprogramm für die ältere Basisstation zu finden ist. Also pack ich auch noch die CD aus, womit die Konfiguration plötzlich ganz leicht ist. Die fünf Minuten sind aber überhaupt nicht einzuhalten, weil mein iBook schon einige Minuten für den notwendigen Neustart benötigt.
Ich klicke mich durch das Installationsprogramm, bemüht, nicht zu viel Zeit beim genauen Nachlesen zu verlieren. Ich taufe die Basisstation natürlich Flughafen, obwohl ich weiss, dass da jemand seinen guten Namen schon bald ändern wird. Bei der Eingabe eines Passwortes springt mein passiver Mann auf und will natürlich mitwirken. So kreieren wir auf die Schnelle ein sicheres und keineswegs rekonstruierbares Passwort, das ich ihm noch gar nicht weitergegeben habe…
Nach weiteren Klicks klicke ich sogar noch zu viel, weil ich übersehen habe, dass die Installtion bereits abgeschlossen ist. Und schon blinkt das weisse Kästchen nicht mehr gelb, sondern grün!

Und siehe da – alles funktioniert! Mein Liebster behauptet, dass das ganze eine halbe Stunde gedauert hat… was ich weder bestätigen noch dementieren kann oder will… Doch vielleicht wird uns mein Liebster ja noch mit einem Bericht aus seiner Sicht der Dinge beglücken. (Ja, das ist eine Aufforderung!)
Am 28. Februar 2007 um 21:34 Uhr
Eine Frage sei nach dem Lesen des (wie immer pffifg geschriebenen) Beitrags erlaubt:
Habt Ihr schon einen AirPort Extreme oder habt Ihr noch Sex?
P.S. Ebenso herrlich ist das:
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Am 28. Februar 2007 um 22:05 Uhr
Die verwandten Beiträge sind etwas fragwürdig
Kommt halt davon, wenn man vor lauter Bildli-Einfügen nicht mehr selbst mit verwandten Beiträgen verknüpft…
Wie darf man die Frage verstehen? Schnelleren Sex gibt es mit dem AirPort Extreme zum Glück nicht
Am 28. Februar 2007 um 22:22 Uhr
[...] Marcel Widmer: Eine Frage sei nach dem Lesen des (wie immer… [...]
Am 1. März 2007 um 07:25 Uhr
Na, eine Frage war’s ja nicht wirklich. Einfach in Anlehnung des alten Witzes: “Spielen Sie schon Golf oder haben Sie noch Sex?”