Wann wird Uni modernisiert?

Ich habe mich schon öfters darüber geärgert, wie altmodisch es am Deutschen Seminar zu- und hergeht. So müssen wir Liz-Studenten uns beispielsweise auf altmodische Art in irgendwelchen Listen für Proseminare einschreiben. Eine andere Art ist nicht möglich. Dabei wäre es wirklich praktisch – nicht nur für die Pendler, die in den Semesterferien, also während der Einschreibezeit, einen weiten Bogen um die Uni machen. Nein, es wäre auch für die Dozenten ganz praktisch. Es ist schliesslich üblich, dass die Dozenten zu Beginn der Lehrveranstaltungen die Teilnehmer dann doch darum bitten, sich in einem Mail nochmals anzumelden, damit alle Daten korrekt erfasst werden. Ist doch klar, denn es ist schlicht nicht möglich, diese Listen gut leserlich zu führen.

Was mir auch immer wieder ein Kopfschütteln entlockt: Die Anmeldung für eine Zwischenprüfung erfolgt natürlich schriftlich. Doch als Bestätigung erhält man einen schmalen Streifen, den man dem Anmeldeformular entreisst. Diesen Fötzel soll man dann an die Prüfung mitbringen. Sehr professionell!

Doch was ich diese Woche am Seminar für Allgemeine Sprachwissenschaft erleben durfte, übertrifft alles. Als Neuling musste ich mich auf dem Sekretariat noch einschreiben. Denn natürlich wurde nichts elektronisch erfasst, obwohl ich bei der offiziellen Semestereinschreibung ja auch die Nebenfächer angeben musste. Ich durfte meine Daten auf einer A6-Karteikarte aufschreiben. Auf dieser Karte wird ein Mitarbeiter des Seminars dann meine erbrachten Leistungen notieren. Von Hand, versteht sich…

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