Dem guten Rat des linguistischen Monarchen folgend, habe ich mich auf sfb.at umgeschaut. Tatsächlich, die Preise erscheinen mir vernünftig, verglichen mit den anderen Vorschlägen. Doch wird mir einmal mehr bewusst, weshalb ich heikel genug bin, lieber neue als gebrauchte Bücher zu erwerben:

Denn hier sehe ich Schwarz auf Weiss beziehungsweise Schwarz auf Gelb, dass gebrauchte Bücher irgendwie auch gleich den Ekel mitbringen. Vergilbte Seiten mit dezentem Nikotingeruch. Als Bettlektüre also keinesfalls geeignet.
Aber vielleicht bin ich auch nur speziell heikel. Immerhin bringe ich es auch nie fertig, im Zug nach einer “gebrauchten” 20Minuten-Zeitung zu greifen, weil ich nicht weiss, wer die zuletzt in den Händen und was dieser jemand an den Händen hatte… vielleicht gehörte er ja der Gruppe an, die die Finger leicht mit Spucke benetzen, um besser blättern zu können… oder vielleicht war dieser jemand zuvor auf der Toilette und hatte die Hände nicht gewaschen. Oder das benutzte Exemplar riecht ekelerregend nach zu viel Parfum oder Handcreme.
Auch muss ich sagen, dass ich bisher noch nicht auf die Idee gekommen bin, zum Beispiel in einem Brockenhaus nach literarischen Schnäppchen zu suchen. Ist einfach eine Hemmschwelle da, wenn es so vermodert riecht… Dort ein Buch kaufen und es womöglich noch mit ins Bett nehmen – eine unmögliche Vorstellung!