Unsere Tochter raubt mir noch den letzten Nerv. Das schöne Wetter lädt zum Drecklen ein. Nasse Sandburgen bauen, barfuss in den Sand stehen, Füsse einbuddeln, spüren, wie der Sand zwischen die Zehen rieselt. Einfach herrlich! Der Frühsommer ist gekommen.
Doch was so idyllisch klingt, ist für unsere Tochter mit dem Sauberkeitstick eine Katastrophe! “Mami, i wött nöd dräckig werde. I hasse Dräck!”. Ja aber mein liebes Töchterlein, sändele ist doch nichts anderes als drecklä? Es entsteht eine hitzige Diskussion darüber, was zu tun ist. Mein Vorschlag: Dann lass es eben! Sie besteht allerdings auf ihrem Standpunkt, nämlich dass sie sich nicht schmutzig machen will. Auf meine Frage, was man denn da tun soll, wenn sie sauber bleiben will beim dreckeln.
Auf meinen Vorschlag, nach Hause zu kommen, fernzubleiben von diesem bösen bösen Dreck, reagiert sie heftigst. Das kommt nämlich gar nicht in Frage! Ihre schönen FlipFlops dürfen auch nicht dreckig werden. Am Ende kommt es so raus, dass sie sich ihre Turnschuhe holt und so noch ein wenig dreckelt. Na dann – gut schwitz!