Ich nehme an einer Verhandlungsstudie teil, durchgeführt vom psychologischen Institut der Uni ZH. In den nächsten 7-10 Tagen werde ich mit einem anderen Teilnehmer via Email Verhandlungen durchführen. Ziel ist, dass ich möglichst viele Punkte erziele. Als Lockvogel dient hier natürlich die Möglichkeit, monetisch für den Erfolg belohnt zu werden. Dürfte noch ganz witzig werden. Am Ende der Verhandlungen werde ich eine Auswertung erhalten, was mein Verhandlungsverhalten angeht. So wird sich also zeigen, ob ich wirklich so stur bin wie ich selbst und auch meine Mitmenschen immer wieder behaupten.
Bei diesen fiktiven Verhandlungen geht es übrigens darum, mit einem Partner zu entscheiden, welche vier Jungunternehmer finanziell unterstützt werden sollen. Eine Unterstützung ist für das Unternehmen, bei dem ich tätig bin, aber nicht in jedem Fall attraktiv. So gibt es also zwei Unternehmen, die ich auf jeden Fall unterstützen soll, und zwei, bei denen Zurückhaltung angebracht ist. In beiden Fällen muss ich mich durchsetzen können, das heisst, dass ich den Interessen meines Unternehmens (und natürlich auch meinen eigenen treu bleibe. Eine Einigung ist nicht zwingend, wird aber mit zusätzlichen Punkten belohnt… Insgesamt sollen aber nicht mehr als 7 Verhandlungsrunden durchgeführt werden, man hat also nicht viel Zeit, um auf die dagobertsche sture Art zu verhandeln.
Meine Erfahrungen werde ich an dieser Stelle schildern – sowohl die kleinen Erfolge als auch die Kompromisse, die ich eingehen muss. Konkrete Fakten werde ich aber nicht nennen können – will ja nicht schon vorzeitig aus der Studie ausgeschlossen werden