Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Nein, gemeint ist hier nicht die partnerschaftliche Treue. Vielmehr ist hier die Treue zum Mobilfunkanbieter gemeint. Mit dem Tarif “Mobile One Prepaid” bringt Tele2 ein Angebot auf den Markt, der bei den Sparern der Mobilfunknutzern nicht grundlos Aufmerksamkeit erregt. Um von diesem Tarif (19 Rappen pro Minute, 10 Rappen pro SMS) profitieren zu können, wird nicht viel verlangt. Kein Mindestumsatz, keine Abogebühren und zudem spielt es auch keine Rolle, bei wem der Angerufene Kunde ist. Man muss sich also keine Gedanken mehr darüber machen, ob man nun einem Swisscom- , Orange- oder CoopMobile-Kunden anruft. Es spielt keine Rolle mehr, und so hängen Freundschaften wohl nicht mehr vom Faktor “Mobilfunkanbieter” ab. Der einzige Treuebeweis, den Tele2 von den Kunden “verlangt”: Monatlich muss das Prepay-Konto mit mindestens zehn Franken aufgeladen werden. Zehn Franken monatlich? Ein vernünftiger Betrag, der ein Nutzer ohnehin verbraucht bei gelegentlichem bis regelmässigem Telefonieren und SMSversenden. Ein Blick auf die Liste meiner letzten Aufladungen zeigt mir, dass ich auch bei meinem jetzigen Anbieter monatlich 10-15 Franken nachlade und auch für diesen Betrag telefoniere.
Doch wie weit komme ich bei Tele2 mit diesen 10 Franken im Monat? In der Regel kommt mein Handy nur dann zum Einsatz, wenn ich unterwegs bin. Wenn ich also rasch zu Hause anrufe, um nachzufragen, wie es meinen Liebsten daheim geht. Oder um unserer Kleinen wenigstens telefonisch noch eine Gute Nacht zu wünschen, wenn ich schon nicht zu Hause bin oder erst ganz spät heimkomme. Solche Anrufe dauern in der Regel circa 90 Sekunden, je nach Mitteilungsbedürfnis meiner Liebsten. Bei meinem jetzigen Anbieter kostet mich das ca. 75 Rappen. 75 Rappen für ein paar kurze Sätze wie “Wie geht es dir? Was hast du im Kiga gemacht? Schlaf gut, ich hab dich lieb! Ich bin bald wieder zurück!”. Bei Tele 2 würde mich das nach Adam Riese 38 Rappen kosten. In diesem Fall würde ich also schon wesentlich sparen. Ich klicke mich durch die Preislisten von anderen Prepay-Angeboten und muss feststellen: 19 Rappen pro Minute auf alle Netze scheint ein einmaliges Angebot zu sein. Da ist die Tatsache, dass Tele2 nicht sekundengenau sondern in 60-Sekunden-Schritten abrechnet, auch leicht zu verkraften.
Wie siehts mit SMS aus? Daheim schreibe ich meine SMS oft online und gratis. Doch unterwegs kommt es oft vor, dass ich 5-10 SMS schreibe. Zum Beispiel meinem Schatz, um ihm zu sagen wann ich nach Hause komme oder um zu wissen, wie es ihm geht. Oder ich sitze im Zug, denke an jemanden, den ich schon lange nicht mehr gesehen oder gehört habe und schreibe dann also ganz spontan eine SMS. Für 19 Rappen pro SMS, doch immerhin ist das 10. SMS täglich. Bei Tele2 würde mich das nur 10 Rappen pro SMS kosten. Ab wann lohnt sich das Gratis-Angebot bei meinem jetzigen Anbieter? 9 SMS kosten mich im Moment 1.71 Franken. Bei Tele2 gäbe dieselbe SMS-Menge einen Betrag von 90 Rappen. Würde ich täglich 18 SMS schreiben, würde ich verglichen mit Tele2 erstmals sparen. Mit 18 SMS à 160 Zeichen könnte ich aber schon ganze Romane schreiben, was aber eher nicht der Fall ist…
Wofür sich das Mobile One Prepaid von Tele2 aber nicht lohnt, ist das mobile Internet. Ich checke meine Mails auch gerne unterwegs und lese im Zug auch gerne Nachrichten. Bei Tele2 müsste ich einiges mehr zahlen als jetzt, da ich als Studentin ja von 2GB gratis Volumen profitiere…
Denselben Tarif gibts auch beim Abschluss eines “Mobile One 12/24″ Abos. Hier drängt sich für mich nun wirklich die Frage auf, ob sich ein Abo überhaupt noch lohnt. Ohne Abo hat man bei Tele2 schliesslich keinen Nachteil bei den Preisen. Das Abo kostet aber immerhin 15 Franken monatlich, und dabei sind noch keine Gratisminuten oder SMS inbegriffen. Ein Blick auf die Handyangebote zeigt das Lohnenswerte beim Abschluss eines Abos: Im Vergleich zu einigen anderen Anbietern werden hier einige neuere und auch teurere Handys angeboten. Ob es sich lohnt, die 180 beziehungsweise 360 Franken für die Abogebühren zu bezahlen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Lohnt sich das Abo überhaupt noch, wenn man von einem einheitlichen Tarif profitieren kann? Oder ab wann lohnt sich der Abschluss eines Abos?