Religion ist Mainstream

Die Reaktionen auf mein Unverständnis für Bibel-Hausierer waren vielfältig. Darüber, ob die Bibel Literatur oder der Beweis für die Existenz eines Gottes ist, will ich an dieser Stelle nicht mehr diskutieren. Meine Meinung ist noch immer die gleiche. Doch habe ich heute im Zug zufällig etwas gelesen, wonach ich wohl immer “gesucht habe”. Es geht um einen Artikel, in dem über die hohe Religiösität in unserer Gesellschaft berichtet wird. 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung soll demnach religiös sein. In diesem Sinne ist also die Religion der Weg, den die Mehrheit wählt. Somit wird also auch dem Vorwurf von einem gewissen Senn widersprochen, dass kritisches Hinterfragen der Bibel oder das Nichtglauben an irgendeinen Gott eine Mainstream-Erscheinung sind. Mein lieber Senn, die Mehrheit der Bevölkerung ist religiös, die realistische Minderheit hinterfragt, was nicht eindeutig bewiesen ist.

3 Reaktionen zu “Religion ist Mainstream”

  1. theddy

    Schön und gut – nur wird leider überhaupt nicht definiert, was “religiös” und was “hochreligiös” ist.

  2. Senn

    Sehr schön dein Eintrag. Nur, der christliche Glaube hat nunmal nichts mit Religion oder “religiös sein” zu tun. Man sieht wie sehr du dich damit auseinandergesetzt hast.

    In der Religion (aus dem lat. re-ligio) versuchen die Menschen zu Gott zu kommen. Das Evangelium (bed. “Die frohe Botschaft”) verkündet aber genau das Gegenteil, nämlich das woran eigentlich Weihnachten erinnern sollte: das Gott zu uns Menschen gekommen ist (was für ein Wunder, wenn man sich damit tiefer beschäftigt), genau der umgekehrte Weg der Religion.

    Aber ich darf davon ausgehen, das Du keine Weihnachten feierst, da Du ja nicht an Christus Jesus glaubst, oder?

    “Jesus spricht:
    Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.” (Johannes-Evangalium)

  3. nabossha

    Hi Senn,
    du triffst es auf den Punkt: WIr feiern tatsächlich kein Weihnachten denn wir sind eine vollkommen gottlose Familie und ausser dem übermässigen Konsumrausch den diese Tage mit sich bringen passiert bei uns rein gar nichts. Enttäuscht?

    Wer “feiert” denn heute überhaupt noch die Geburt eines Gottessohnes? Wir schieben unserer Tochter keine Christkind-Märli vor um Geschenke zu machen, welche unsere Liebsten insbesondere nicht zu den christlich vorgeschriebenen Festivitäten bekommen sondern frei verteilt übers ganze Jahr – weils einfach mehr Spass macht spontan zu schenken.

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