Arme, aber nervige Verkäuferinnen

Wer sich früher über die Frage “Cumulus-Karte hend Sie au?” schon geärgert hat, dem sei davon abgeraten, bei Manor einzukaufen. Wie müssen sich die Verkäuferinnen fühlen, wenn ich mich nach wenigen Malen am Tag schon so genervt fühle? Die Damen an der Kasse aber sagen ihr Sprüchlein täglich mehrere hundert Male auf. Welches Sprüchli? Nun, wir stehen also an, an der Manor-Kasse, drei Damen bedienen gleichzeitig, fertigen die Kundschaft ab. Eine ältere Dame nebenan legt die Ware auf den Tisch, die Hunderternote schon bereit um zu bezahlen. Die Kassierin  begrüsst die Kundin und die nächste Frage lautet: “Zahled Sie mit de Manor-Karte?”. Nein, eher nicht, sonst hätte die Kundin ja wohl nicht die Hunderternote gezückt. Eine andere Kundin auf der anderen Seite steckt ihre EC-Karte in den Kartenleser, während die Dame an der Kasse die Diebstahlsicherung entfernt und alle Artikel scannt. “Zahled Sie mit de Manor-Karte”, lautet anschliessend ihre Frage. Nein, wieder nicht, die EC-Karte steckt ja schon im Kartenleser, die Kundin hat also bestimmt nicht die Absicht, mit der Manor-Karte zu bezahlen. Ich schüttle den Kopf, wundere mich, was diese penetrante Frage soll und beantworte sie ebenfalls mit einem kurzen und klaren “Nein”, als wir an der Reihe sind. Was soll diese Frage? Können oder dürfen die Verkäuferinnen denn nicht einfach davon ausgehen, dass die Kundschaft in der Lage ist, solche Entscheidungen selbst zu fällen? Wer will, zahlt mit der Manor-Karte, nimmt sie raus sofern er sie unter all den anderen Karten noch findet. Wer nicht will oder gar keine Manor-Karte besitzt, der zahlt eben anders. Was soll also diese Fragerei??? Und müssen die Damen diese Frage stellen? Konsequent, bei jedem Kunden, selbst wenn offensichtlich ist, welches Zahlungsmittel dieser Kunde gewählt hat? Ich glaube, ich würde durchdrehen, wenn ich immer und immer wieder dieselbe Frage stellen müsste.

6 Reaktionen zu “Arme, aber nervige Verkäuferinnen”

  1. Paddy

    Ich kann mir nur eines vorstellen: Manor hofft, dass durch diese Frage die Gegenfrage kommt, was das für eine Karte sei. Und schwupps, holt man das Antragsformular hervor. Aber vielleicht ist’s auch nur Dummheit. Oder sonst eine störende Eigenschaft.

  2. dLay

    Ja, klar, natürlich steckt die Idee dahinter, die Karte bekannter zu machen. Aber in meinem Fall siehts eben so aus: Selbst wenns nur noch eine Kasse pro Etage gibt, steh ich öfters mehrmals an. Zuerst in der Damenabteilung was aussuchen, zahlen; dann in der Kinderabteilung stöbern, zahlen. Im UG stöbern, vielleicht brauch ich auch dort noch etwas, zahlen. Am Ende noch ins OG, eventuell zahlen. So gesehen werde ich am gleichen Tag also etwa vier Mal gefragt, ob ich mit der Manor-Karte zahlen will. Auch darf ich mithören, wenn vor oder neben mir jemand zahlt und die inzwischen verhasste Frage verneint.. Wer genau die Frage gestellt hat, ist längst nicht mehr klar. Die Frage wird bei allen Verkäuferinnen gleich gestellt, im gleichen Wortlaut, mit derselben Intonation. Wahrscheinlich begrüssen sie sogar im privaten Umfeld ihre Mitmenschen mit “Hoi. Zahlet Sie mit de Manor-Karte?”. Sie wachen vielleicht mit diesem Satz im Kopf auf und schlafen auch wieder so ein. Ihr erster Gedanke, wenn sie einem Menschen begegnen? Natürlich “Zahlet Sie mit de Manor-Karte?”. Die Frage verfolgt sogar mich, nach nur zweimaligem Shoppen bei Manor innert wenigen Tagen.

  3. rogerrabbit

    Ich frage immer zuerst: Kann ich mit der Cumulus Karte bezahlen. Und zwar überall. Das nervt dann die anderen, vorallem wenns keine Migros ist. ;-)

  4. dLay

    So nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir?

  5. Tine

    Aaaachja, sowas bringt mich auch zur Weißglut. Liegt aber nicht an den Verkäuferinnen persönlich, sondern wird vond er Geschäftsführung so verlangt. Das versuche ich mir in solchen Situationen dann immer zu sagen! ;)

  6. rogerrabbit

    Genau

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