Ich habe in der Vergangenheit bereits über das smarte Shopping-Vergnügen im Soundmedia Webshop berichtet. Nun bin ich wieder einmal in der Mission eines kritischen und aufmerksamen Website-Testers unterwegs und darf eine neue Dienstleistung von Soundmedia AG testen: sbuy.ch
sbuy.ch ist eine offene Shopping-Plattform auf der jedermann/frau einen eigenen Webshop eröffnen kann – und das in 15 Minuten! Der Anreiz dabei sind attraktive Provisionen auf die verkauften Artikel, welche zwischen 8-10% liegen welche ich mir ab einem Mindestguthaben von CHF 50.- direkt auf ein Post- oder Bankkonto auszahlen lassen kann.
Wie bei fast jeder im Internet angebotenen Dienstleistung benötige ich auch für sbuy.ch als erstes ein Benutzerkonto damit das eigene Online-Geschäft eröffnet werden kann. Auf diesen Prozess will ich nicht weiter eingehen, es funktioniert einfach und reibungslos und jedem regelmässigeren Internetnutzer dürften solche Registrierungsabläufe ohnehin zur Genüge bekannt sein.
Nach erfolgreicher Aktivierung des Benutzerkontos wird es interessant. Eine angenehm gestaltete Benutzeroberfläche führt mich schrittweise von den Grundeinstellungen meines zukünftigen Webshops über die frei definierbare Produktauswahl zu den Einstellungen für das Erscheinungsbild inklusive Upload meines eigenen Shop-Logos. Zum Abschluss kann ich meinen jungfräulichen Webshop aufrufen und bewundern. Nun etwas mehr Details:
Grundeinstellungen
Die Grundeinstellungen des Webshops (es können aber auch mehrere Shops gleichzeitig z.B. mit unterschiedlichem Sortiment/Zielgruppen sein) beinhalten den Shop-Namen, eine kurze Beschreibung und falls gewünscht einen Willkommenstext.
Zudem lassen sich Schriftart und Anzeige des Logos ändern und für alle mit internationalen Ambitionen können auch Euro-Preise an Stelle des guten alten Fränklis angezeigt werden.
Wer die Wahl hat…
Der nächste Schritt, die Wahl der Produkte welche angeboten werden sollen, ist wohl der Wichtigste Schritt im ganzen Prozess. Wer hier gut überlegt und mit etwas Geduld an die Sache geht, kann sich eine sehr wohl sortierte und individuelle Produktpalette zusammenstellen.
Es gibt 2 Möglichkeiten, diese Auswahl zu nutzen:
- Produkte für den Shop selber wählen
- Ein vordefiniertes Shop-Template benutzen (Filme, Musik,Videogames,Bücher,Lifestyle,Software)
Ich habe beide Wege ausprobiert und muss hier nun etwas klarstellen: Es ist aus meiner Sicht nur dann möglich sich einen eigenen Shop in 15 Minuten zu erstellen, wenn man (aus meiner Sicht) wenig Ansprüche an Individualität stellt und sich mit einem der vordefinierten Shop-Templates begnügt. Damit hat man dann also die Wahl aus den oben genannten 6 thematischen Ausrichtungen und keinen weiteren Einfluss auf die darin angebotenen Artikel.
Die zweite Variante, eine „eigene“ Produktepalette zusammenzustellen ist weitaus zeitaufwändiger und will gut überlegt sein: Welche Zielgruppe / Käufer möchte ich ansprechen? Wo und wie kann ich für meinen Spezialitätenladen Werbung machen?
Die Artikel können hierbei entweder nach Kategorien gewählt werden (z.B. nur Esoterik-Literatur) oder wer es gerne auf die Spitze der Individualität treiben will kann sich auch mit der Such-Verlinkung durch das insgesamt über 1 Million Artikel umfassende Sortiment wühlen. Die Möglichkeit der Verlinkung bestimmter Produkte-Kategorien beurteile ich als brauchbaren Mittelweg zwischen einem komplett fertigen Shop und der Such-Verlinkung. Als Beispiel für die beiden Möglichkeiten habe ich mit der Kategorie-Verlinkung die Hauptkategorie „Kochbücher“ (ca 4’500 Artikel!) erstellt und mit der Suche-Verlinkung die Unterkategorie „Jamie Oliver“ (9 Artikel). Sowas dauert dann rund 1-2 Minuten und kann für beliebig viele Haupt- und Unterkategorien angewendet werden – Vorausgesetzt eben man hat sich vorher ein wenig überlegt was man überhaupt anbieten möchte.
Ich bin mit verschiedenen Such-Anfragen schnell über die 15 Minuten hinausgeschossen und habe mich dann darauf beschränkt den Webshop als reinen Test-Ballon zu nutzen.
Etwas gestört habe ich mich an der Geschwindigkeit resp. Zuverlässigkeit der Applikation. Zeitweise (an verschiedenen Tagen / Tageszeiten) konnte ich die Administrationsoberfläche kaum erreichen, bei der Artikel-Suche bin ich dann vermehrt an der folgenden Fehlermeldung hängen geblieben, welche hoffentlich bald von den Shopbetreibern ausgemerzt werden kann.
Auch im Frontend werden ab und zu Darstellungsfehler in der Artikelansicht sichtbar die ein Neu-Laden der Seite notwendig machen.
Der Versand der Artikel wird übrigens durch soundmedia.ch abgewickelt, als Shop-Betreiber habe ich somit keinerlei Zusatzaufwand in der realen Welt zu.
Das i-Tüpfelchen
Der abschliessende Schritt nach (hoffentlich) erfolgreicher Produktauswahl ist der Feinschliff am Erscheinungsbild des Webshops. Hier kann wiederum aus einigen vordefinierten Gestaltungsvorlagen gewählt werden, wobei sich diese einzig in der Farbgebung unterscheiden oder man kann die Farbwerte selbst bestimmen. Hierbei wäre eine Vorschau- oder Hilfe in Form einer Grafik nützlich denn wer weiss schon auf Anhieb was mit „Form-Field Font Color“ gemeint ist?
…Feuer frei!
Nach dieser mehr oder weniger freien gestalterischen Arbeit ist man am Ziel: Der eigene Webshop ist startbereit und kann nun im Browser aufgerufen und angezeigt werden.
Ach ja, natürlich sollte man daran denken, andere Leute auf seinen Shop aufmerksam zu machen sonst macht das sorgfältig zusammengestellte Sortiment wenig bis gar keinen Umsatz!
Zum Stichwort Umsatz kommt mir da noch ein Gutschein-Code über CHF 10.- in den Sinn, den Ihr in jedem unter sbuy.ch vorhandenen Webshop einlösen könnt: 4RDGAD (Mindestbestellwert CHF 40.-)
Fazit
Ich bin etwas ernüchtert. Vermutlich waren meine Erwartungen zu hoch da ich beruflich jeden Tag mit Web-Applikationen zu tun habe finde ich dass der für einen Shop-Betreiber angebotene Leistungsumfang doch eher am unteren Ende der Leistungsskala liegt. Auf der anderen Seite kann hier für sbuy.ch gerade eine Stärke liegen, da durch diese funktionellen Einschränkungen jedermann / frau in der Lage sein sollte, sich einen Webshop einzurichten und davon zu profitieren. Ich selbst werde vermutlich den Webshop nicht wirklich nutzen da ich lieber mehr „Eigenbrötlerei“ (und Aufwand) betreibe und mir momentan auch nicht wirklich ein Nutzen resp. Bedarf für einen eigenen Webshop einfällt.Für anspruchsvollere Anwendungen oder Design-Anpassungen ist die Applikation aus meiner Sicht nicht geeignet.
Wer eine einfach und unkompliziert zu administrierende Shop-Lösung sucht die auf einem umfassenden Warensortiment aufbaut, ist mit sbuy.ch hingegen sehr gut bedient – 15 Minuten sind in der Praxis zwar wirklich unterstes Limit aber wer Kreativität und Freude in die Artikelauswahl steckt und seinen Shop auch noch etwas bekanntmachen kann, wird sicher bald in den Genuss von Provisionsauszahlungen kommen.
Am 8. Februar 2008 um 08:43 Uhr
wie die fehlermeldungen ausschauen, ist die session nicht mehr vorhanden gewesen. wie auch immer das zustande gekommen ist (client- oder serverseitige gründe). ich überleg mir gerade, ob es das beste sei, bei diesen fehlern einfach auf die startseite des adminbereichs zu redirecten. ja, wäre sicher nicht schlecht. kannst du mir noch ein paar infos geben bezüglich performance probleme? an welchen tagen war das oder zu welcher zeit? die hardware im datacenter müsste theoretisch ausreichend sein, aber vielleicht hat das ja andere gründe….