Nachrichten einer Geografischen Wildsau

15. Mai 2008 um 17:01 von dLay

In Geografie war ich nie gut. Noch heute entlocke ich meinem Liebsten immer wieder ein Kopfschütteln, wenn ich einzelne Ortschaften nicht richtig einordnen kann. Zum Glück gibts aber Suchmaschinen und Co, wenn ich es dann doch mal genau brauche. Nicht so geht es dem Käseblatt “Bodensee Nachrichten”. Hier ist Abschreiben ein Tagesgeschäft. Ebenso auch Fehler machen. Unter polizeibericht.ch ist eine kurze Mitteilung mit Zeugenaufruf zu finden, weil jemand in Trübbach (Rheintal) zwei junge Kätzchen ausgesetzt hat.

Die Bodensee Nachrichten aber ändern das Ganze um: Die beiden Kätzchen wurden gemäss ihren Angaben in Tübach ausgesetzt.

Eine schlimme Verwechslung für eine Zeitung, die in der Bodensee Region verwurzelt sein will. Selbst der Aufruf, dass sich Zeugen bei der Polizeistation Mels melden sollen, lässt den zuständigen Redakteur nicht stutzig werden. Und dass man in Tübach (Nachbargemeinde von Goldach) lange nach einem Bahnhof suchen kann und nicht fündig wird, ist den Machern dieses Schmierblattes auch nicht bewusst. Peinlich, peinlich, peinlich! Wer sich in der Region schon nicht auskennt, sollte doch wenigstens in der Lage sein, Meldungen korrekt abzuschreiben!

Sand ich komme!

8. Mai 2008 um 13:04 von dLay

Meine erst gestern bestellten Sand Socks sind heute angekommen. Das erste Hineinschlüpfen erweist sich als nicht so einfach. Wo gehören nun die Zehen hin? Rutsche ich nicht zu stark hin und her? Sind sie mir nicht zu gross? Ich ziehe sie wieder aus und gönne mir eine Sockenpause.

vincere sand socks

Etwas später dann ein zweiter Versuch. Das Anziehen klappt nun schon besser, das Gefühl einer Riesenflosse verschwindet aber noch nicht gänzlich. Zumindest scheint die Grösse richtig zu sein. Rutschig ist es nun nur noch auf dem Parkett, dafür sind die eben nicht gemacht. Ich schneide noch die störenden Pflege-Etiketten weg und lasse sie anschliessend gleich noch an, Warme Füsse kriegt man damit auf jeden Fall, und sie scheinen sich allmählich wie eine zweite Haut um meine Füsschen zu schmiegen. Wenn ich nun noch meine blauen Flecken loswerde, steht dem Spielspass nichts mehr im Wege!

Volleykallt

7. Mai 2008 um 10:48 von dLay

Gestern wagte ich mich nochmals in die Nähe eines Volleyballs. Die neuste Herausforderung: Beachvolleyball. Meine neuen Teamkolleginnen präsentierten mir auch gleich stolz ihre neueste Errungenschaft: Vincere Sand Socks. Höhere Sprünge und schnelleres Laufen verspricht der Hersteller. Gleichzeitig bieten die Sand Socks Schutz vor kaltem oder heissem Sand. Kalter Sand? Davon merkte ich schon nach einigen Minuten nichts mehr. Meine Füsse waren taub, ich spürte nicht mal die Schnecken im Gras, als ich den Ball da rausholen musste. Klarer Fall: Solche Socken muss ich haben! Entenwatschelgang inklusive. Mit 30 Franken ist man schon dabei.

Ob ich nun kalte Füsse gekriegt habe und aufgebe? Keinesfalls! Selbst blaue Flecken halten mich nicht davon ab, auch nächste Woche spektakuläre oder sogar unschöne Landungen im Sand hinzulegen.

Mediamarkt disst die “Kleinen”

4. Mai 2008 um 22:11 von nabossha

Vor einer Woche haben wir im Mediamarkt St.Gallen dummerweise ein WACOM Grafiktablett gekauft. “Dummerweise” weil das Ganze ein Spontankauf war und wir dem blöden Urs fast 30% zuviel bezahlt haben.  Damit hat uns der Urs eindeutig zu viel Trinkgeld aus der Tasche gezogen so dass wir für das gekaufte “BAMBOO FUN”-Tablet die vielbeworbene Tiefpreis-Garantie in Anspruch nehmen wollten.

Wer etwas Verstand  (oder ähnliches erlebt ) hat wird ahnen, dass es mit diesem Garantie-Gesäusel natürlich nicht so einfach ist wie uns die Werbung weismachen will. Das vollmundige Tiefpreis-Lob aus der Mediamarkt-Website wird beim Kundendienst vom blöden Urs auf eine ganze A4-Seite erweitert und sieht dann so aus:

20080505-mediamarkt-dsc00115.jpg

Für alle die den Begriff “Region” nicht verstehen: Das ist für den Urs ein Radius von 20km rund um seinen Saustall. Damit fallen mit den dünn gesäten Blödmärkten schon ein Haufen legitimer Mitbewerber (mit Ladenlokal und so..) aus dem Rennen. Aber das Beste kommt jetzt: Der stellvertretende Leiter der Computer-Abteilung behauptete mir gegenüber vollmundig, dass der Heiniger, der das gleiche WACOM-Tablet CHF 50.- (!!!) unter dem Preis seiner Urs-Domina anbietet doch kein vergleichbarer Wettbewerber ist. “Sie kriegen doch dort sicher nicht den gleichen Service wie bei uns!”

Die Gründe für eine solche Aussage wollte mir der geschwätzige Herr auf vielfältigste Weise klarmachen, angefangen vom dezentralen Einkauf über die höheren Lohnkosten bis zu den opulenten Ladenlokalen – in meine verärgerten Worte übersetzt:
Der liebe Urs zahlt seinen top-ausgebildeten Astral-Angestellten derart astronomische Löhne, dass die Preise der Waren konsequenterweise  höher sein müssen als beim kleinen “Lädeli” das sicher nur Hungerlöhne bezahlt und einen Hinterhof als Ladenlokal bezeichnet. Der Urs betreibt seine Schweine-Märkte natürlich nur an Top-Locations unter Reinraumbedingungen und alle Anderen sind Amateure. Ausserdem ist das “regionale Preisgefälle” von St.Gallen nach Buchs (im Rheintal) ebenfalls massgebend in der Preisgestaltung. AHA – kostet denn das Tablett in Chur weniger weil die Rheintaler und Bündner in den Augen vom Urs arme Schlucker sind??? Ich kann es einfach nicht begreifen!

Fazit: Von Tiefpreisgarantie geschweige denn Auszahlung des Differenzbetrags will der Herr im Mediamarkt-Shirt nichts mehr wissen und hat offensichtlich den letzten Satz auf dem oben gezeigten Blättli längst vergessen – also gebe ich dem Urs seine Ware zurück und bestelle den Artikel in den nächsten Tagen beim Heiniger.

Volleybautsch

28. April 2008 um 22:21 von dLay

Zehn Jahre ists her, als ich noch bei den Juniorinnen bei Rheno Volleyball gespielt habe. Zahlreiche Versuche sind vergangen, die bisher gescheitert sind. Mal war ich schwanger, ein ander Mal fiel das Training aus wegen einem Match oder einer Hauptversammlung. Immer wieder wollte ich anfangen, und heute habe ich es endlich geschafft. Ich habe mich in eine Trainingsstunde gewagt. Mein Enthusiasmus wurde arg gebremst, als ich feststellte, dass das Durchschnittsalter der Mitspielerinnen 15 Jahre betrug. Erwartet hatte ich eine Damen-Gruppe, keine Teenies. Da ich aber schon einmal da war, blieb ich dann auch. Mein Fazit? Das Alter spielt im Grunde keine Rolle, Spiel ist Spiel, Schweiss ist Schweiss. Das Alter spielt doch eine Rolle. Ich Mittzwanzigerin bin nun definitiv etwas eingerostet. Meine Unterarme schmerzen (waren die Bälle schon früher so hart???) und mein Selbstwertgefühl ist gesunken. Ich bin todmüde und muss dies nun im Blog verarbeiten. Mein letztes Fazit: Das muss dringend geändert werden! In zweieinhalb Wochen (lange Pause wegen Auffahrt und HV) werde ich mich unter “echte” Damen mischen. Mal schauen, was sich daraus ergibt!

Märkli sammeln in der Migros

7. April 2008 um 11:08 von dLay

Nachdem die Migros die Märkli-Sammel-Aktionen ihres Konkurrenten stets milde belächelt hat, ist dies nun seit heute also auch in der Migros möglich. Lachhaft? Wie mans nimmt. Die Angebote sprechen mich persönlich aber mehr an. Es handelt sich nämlich nicht um überteuerte Produkte, sondern Vergünstigungen bei Freizeitangeboten. Für 20 Franken Einkauf bekommt man ein Märkli, für vier Märkli schon kann man günstiger in den Zoo, ins Kino oder ins Museum. Insgesamt darf aus 16 Angeboten ausgewählt werden, bei vielen darf man von einem Rabatt über 50 % profitieren. Und 80 Franken hat man ja schnell mal für Lebensmittel ausgegeben. Mit vier Märkli ist man schon dabei. Ganz anders bei der letzten Coop-Trophy. 40 Märkli wurden da benötigt, um Küchengeräte zu kaufen, die völlig überteuert waren… Dafür erhielt man gratis noch eine Portion Ärger.



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